Inklusive Bildung – Vielfalt wertschätzen
Wir arbeiten inklusiv und legen großen Wert auf die Wertschätzung der Vielfalt – sowohl der Kinder als auch des Personals. Dabei stehen das Zusammensein, Zusammenleben und die Zusammenarbeit aller Kinder im Mittelpunkt.
Inklusion bedeutet für uns, dass sich alle Beteiligten, unabhängig von ihrer Profession, für die individuelle Förderung und Unterstützung der Schüler:innen verantwortlich fühlen.
Ein zentraler Schlüssel für gelingende Inklusion ist unsere multiprofessionelle Teamarbeit, bestehend aus:
✔ (Sonderpädagogischen) Lehrkräften (L)
✔ (Integrations-)Erzieher:innen (E)
✔ Schulhelfer:innen (SH)
✔ Schulsozialarbeit (SchulS-A)
✔ Verwaltungsebene
Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht eine individuelle Begleitung aller Schüler:innen und trägt zu einem erfolgreichen und inklusiven Lernumfeld bei.
Inklusion im Schulalltag
Konkret bedeutet das, dass Kinder mit unterschiedlichen Niveaustufen und kulturellen Hintergründen in einer Lerngruppe gemeinsam lernen. Jedes Kind bringt individuelle Voraussetzungen mit, auf die wir gezielt eingehen – sowohl im Unterricht als auch während der Pausen, Essenszeiten und Nachmittagsaktivitäten.
Der gemeinsame Unterricht aller Schüler:innen ist ein zentrales Schulentwicklungsprojekt. In unseren Lernhäusern lernen Kinder mit den Förderschwerpunkten (FSP):
✔ Autismus
✔ Geistige Entwicklung
✔ Körperlich-motorische Entwicklung
✔ Emotional-soziale Entwicklung
Zudem werden Schüler:innen mit Fluchterfahrung von Beginn an in die Stammgruppen integriert.
Die sonderpädagogische Förderung richtet sich individuell nach den Bedürfnissen der Kinder und wird durch eine multiprofessionelle Teamarbeit gestaltet.
Unser Inklusionskonzept fasst die verschiedenen Methoden der sonderpädagogischen Förderung zusammen und beinhaltet folgende Schwerpunkte:

Individuelle Förderung im Unterricht
Die individualisierte Förderung erfolgt direkt im Unterricht durch unsere Lernbegleiter:innen. Sie unterstützen die Schüler:innen bereits bei der Erarbeitung von Lehrinhalten – sowohl in Inputphasen als auch bei Darbietungen sowie der Planung und Durchführung der Lernwegsarbeit.
Der Lerninhalt wird individuell angepasst, z. B. durch:
✔ Bildliche Unterstützung
✔ Vereinfachte Sprache
✔ Reduzierung des Stoffumfangs
So bleibt das Kind in seiner gewohnten Umgebung und kann weiterhin mit seinen Klassenkamerad:innen kooperieren. Auch die Gelingensnachweise werden an die Lernmöglichkeiten angepasst.
Kleingruppen- und Einzelförderung
Neben der unterrichtsimmanenten Förderung gibt es auch:
✔ Kleingruppenförderung
✔ Einzelförderung
Hier gehen unsere Pädagog:innen gezielt auf spezielle Förder- oder Forderbereiche ein und nutzen individuell angepasste Zusatzmaterialien (z. B. Legematerialien, Logico oder Lük).
Besonders bewährt hat sich die Kleingruppenförderung innerhalb eines Lernhauses. Dadurch bleibt das Kind integriert und kann mit Freund:innen oder Kindern mit ähnlichen Herausforderungen kooperieren und voneinander lernen.
Zusätzlich gibt es lernhausübergreifende Angebote, in denen Schüler:innen besonders in ihrer emotional-sozialen Kompetenz (z. B. im lebenspraktischen Unterricht) gestärkt werden.
Ein besonders erfolgreiches Konzept ist unser Mobileband. Es ermöglicht den Austausch und die Förderung über die Lernhäuser hinweg und stärkt insbesondere:
✔ Sprachliche Kompetenz
✔ Emotionale und soziale Fähigkeiten
✔ Motorische und kognitive Entwicklung

Multiprofessionelle Teamarbeit in der Förderung
Ein zentraler Bestandteil der Förderung ist die Arbeit in multiprofessionellen Teams. In den wöchentlichen Team- und Lernhaussitzungen tauschen sich die Kolleg:innen regelmäßig über die Augenmerkkinder aus, evaluieren die Lernentwicklung und legen die nächsten Förderschritte fest.
✔ Förderpläne werden immer in Teamarbeit mit festen Zuständigkeiten erstellt.
✔ Mindestens ein Ziel stammt aus dem emotional-sozialen Bereich und wird auch in der ergänzenden Förderung und Betreuung (eFöB) berücksichtigt.
✔ Neben der kognitiven Förderung ist die Stärkung sozial-emotionaler Kompetenzen essenziell.
Um die sonderpädagogische Expertise weiterzuentwickeln, findet sechsmal jährlich das schulische Beratungsteam statt. Ein Team aus dem SIBUZ kommt zur sonderpädagogischen und schulpsychologischen Beratung in die Schule. Dabei wird nach dem Modell der kollegialen Fallberatung intensiv über die Förderung und Forderung der Schüler:innen beraten.
Ein weiteres Schlüsselelement ist die Elternarbeit. Gemeinsam werden Förderziele und Ergebnisse besprochen sowie individuelle Zielstellungen erarbeitet.
Inklusion in der eFöB
In der ergänzenden Förderung und Betreuung (eFöB) bedeutet Inklusion eine gezielte und intensive Begleitung über den gesamten Tag hinweg. Das eFöB-Team gestaltet im OK! niederschwellige, für alle Kinder zugängliche Angebote, die sich an ihren individuellen Bedürfnissen und Interessen orientieren.
Eine bedeutende Rolle übernehmen hierbei die Teamer – Erzieher:innen, die:
✔ Soziale Interaktionen beobachten und gezielt Unterstützungsmaßnahmen ableiten.
✔ Kinder bei Aktivitäten begleiten und neue Spielmöglichkeiten eröffnen.
✔ Soziale Interaktionen initiieren und die Kommunikation anregen.
Durch die enge Verzahnung von Vor- und Nachmittagsangeboten greifen Förderprozesse ineinander – ein zentrales Anliegen des gesamten Teams.
Kooperationen zur Qualitätsverbesserung
Besonders wertvoll sind außerschulische Kooperationen mit:
✔ Regionalen Förder- und Entwicklungsdiensten
✔ Logopäd:innen, Ergo- und Physiotherapeut:innen
✔ Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ)
Aktuell finden auch innerschulische Logopädie- und Ergotherapie-Angebote statt. Diese Kooperationen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätsverbesserung der sonderpädagogischen Förderung.