Die Musikalische Schule – Ein Projekt in Kooperation mit der Daniel-Barenboim-Stiftung
„Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ – Getreu diesem Leitsatz kooperieren wir mit verschiedenen außerschulischen Partner:innen, darunter die Stiftung Brandenburger Tor, ALBA Berlin, VBKI – Berliner Lesepat:innen, Lerncoaches und der Malort Berlin Friedrichshain. Besonders stolz sind wir auf unsere Kooperation mit der Daniel-Barenboim-Stiftung im gemeinsamen Pilotprojekt „Die Musikalische Schule“.
Die Teilnahme an diesem Projekt ist für alle Kinder eines Jahrgangszuges unserer Schule verbindlich – unabhängig von ihren Lernvoraussetzungen, familiären Interessen oder sozioökonomischen Bedingungen. Dadurch erhalten alle 154 Schüler:innen des Projektzuges die Möglichkeit, Musik als natürlichen Teil ihrer Lebenswirklichkeit zu erfahren.
Der tägliche, intensive Umgang mit Musik fördert nicht nur die kognitive und emotionale Entwicklung der Kinder, sondern stärkt auch ihre sozialen Fähigkeiten und ihr Selbstwirksamkeitserleben. Musik wird so zu einem zugänglichen Bildungsraum für alle, der gemeinsames Lernen, Ausdruck und kreative Entfaltung ermöglicht.
Das Projekt zielt darauf ab, nach Abschluss seiner Entwicklung ein praxiserprobtes und evaluiertes Modell vorlegen zu können, das in seinen Grundstrukturen übertragbar ist. Das Projekt verfolgt seine Ziele ausgehend vom regelmäßigen Instrumentalunterricht 3×15 Minuten wöchentlich für alle Schüler:innen und initiiert durch einen breit gefächerten musikalischen Kompetenzaufbau den musikalischen Spracherwerb. Die Idee der „Bildung durch Musik“ kulminiert in der Förderung des kammermusikalischen Ensemblespiels und im sukzessiven Aufbau von Ensembles nach dem Vorbild und dem Repertoire des klassischen Orchesters. Mit diesem gemeinschaftlichen, inklusions-orientierten und in die Schulstruktur eingebetteten Ansatz wird die Vernetzung der Schulfächer unter dem Vorzeichen des Bildungspotentials der Musik ermöglicht. Zu den Alleinstellungsmerkmalen des Projektes gehört u.a. die Integration des Instrumentalunterrichts in den Vormittag, die enge Verzahnung musikalischer Bildung mit anderen Fächern sowie die Einbindung der Instrumentallehrenden ins Schulteam.
Bildung durch Musik
Das musikalische Bildungskonzept basiert auf der Erkenntnis, dass Musik durch praktisches, körperlich erlebtes Können vermittelt wird. Es unterscheidet sich von reinem Wissen „über“ Musik, indem es Instrumental- und Ensembleunterricht in den Musikunterricht integriert. Musik wird so zu einem natürlichen Bestandteil des Lebens der Schüler:innen, der ihre kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten fördert und das Schulklima positiv beeinflusst.
Das Projekt fördert musikalisches Lernen im Schulalltag, in wechselnden Sozialformen und in enger Verzahnung mit anderen Fächern. Um dies zu ermöglichen, wurden neue Instrumentalräume geschaffen, Instrumente angeschafft und zehn Instrumentallehrende eingestellt. Die Stundentafel wurde angepasst, um den musikalischen und allgemeinen Unterricht zu koordinieren.
Ein Blick zurück
Am 23. September 2021 präsentierte Daniel Barenboim gemeinsam mit der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie Sandra Scheeres die „Musikalische Schule“, ein innovatives musikalisches Bildungsprojekt im Berliner Bezirk Pankow.
„Ich bin glücklich und stolz über den Start der Musikalischen Schule, ein Pilotprojekt, das hoffentlich viele Nachahmer finden wird. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass musikalische Bildung sowohl für die individuelle Entwicklung des Menschen als auch für unsere Gesellschaft essenziell ist.“ Daniel Barenboim