Schulkodex

Unser Schulkodex für ein gutes Miteinander

Überall, wo Menschen zusammenkommen, braucht es Regeln – sei es im Straßenverkehr oder in der Schule. An unserer Schule begegnen sich täglich viele Menschen. Damit alle in Ruhe lernen, arbeiten, spielen und sich wohlfühlen können, gibt es unseren Schulkodex, das Schulgesetz und die Klassenregeln. Sie sorgen dafür, dass sich jede:r sicher und willkommen fühlt.

Neue Autorität – Ein starkes Konzept für unsere Schule

Unsere Schule setzt auf eine starke Gemeinschaft, klare Regeln und ein wertschätzendes Miteinander. Dabei orientieren wir uns am Konzept der Neuen Autorität nach Haim Omer. Dieses Modell stärkt die pädagogische Präsenz der Erwachsenen und basiert auf Beziehungsaufbau, gewaltfreier Einflussnahme und einem konsequenten, aber unterstützenden Umgang mit Regelverstößen. Es geht nicht um Machtausübung, sondern um Standhaftigkeit, Klarheit und gemeinsame Verantwortung.

Regeln, Demokratieerziehung und Konfliktlösung an unserer Schule

Ein geregeltes Zusammenleben ist die Basis für erfolgreiches Lernen. Deshalb haben wir ein abgestimmtes Verfahren zur Demokratieerziehung, Konfliktlösung und zum Umgang mit Regelverstößen entwickelt. Dieses Konzept ist Teil unseres Kinderschutzkonzepts und hilft, die Rechte der Schüler*innen zu schützen, die pädagogische Haltung unseres Kollegiums zu klären und einen grenzachtenden Umgang zu gewährleisten.

Laut dem Berliner Schulgesetz (§ 3 SchulG Berlin) sollen Schüler:*innen lernen,

  1. gemeinsam mit anderen zu lernen und Leistungen zu erbringen,
  2. soziale Verantwortung zu übernehmen,
  3. Konflikte vernünftig und gewaltfrei zu lösen,
  4. und Beziehungen auf Basis von Respekt, Gleichberechtigung und Verständigung zu gestalten.

Das Konzept der Neuen Autorität bildet dabei die Grundlage unseres Handelns:

  1. Wir begegnen den Schüler:innen mit Präsenz und Verlässlichkeit.
  2. Wir setzen auf Beziehungsstärkung statt Strafen.
  3. Wir handeln klar, konsequent und gemeinschaftlich.
  4. Wir geben Kindern die Möglichkeit, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.

Prävention und positive Verhaltensförderung

Um den Bildungsauftrag auch bei einer wachsenden Zahl von Kindern mit besonderen sozialen und emotionalen Herausforderungen zu erfüllen, setzen wir auf präventive Maßnahmen:

Primäre Ebene – Vorbeugen durch positive Strukturen:

  1. Aufbau einer starken Beziehung zwischen Schüler:innen, Lehrkräften und Eltern
  2. Präventives Handeln durch klare Regeln, Rituale und feste Strukturen
  3. Förderung von sozialem Lernen und Konfliktfähigkeit
  4. Konstruktiver Umgang mit herausforderndem Verhalten

Sekundäre Ebene – Gezielte Unterstützung:

  1. Training im Umgang mit Emotionen zur Vermeidung von Verhaltensauffälligkeiten
  2. Falls unerwünschtes Verhalten fortbesteht: individuelle Unterstützungsmaßnahmen

Unterstützungsmaßnahmen bei herausforderndem Verhalten

Im Sinne der Neuen Autorität begleiten wir Schüler:innen dabei, ihr Verhalten zu reflektieren und Verantwortung zu übernehmen. Dazu setzen wir folgende Maßnahmen ein:

  1. Wiedergutmachung konsequent einfordern
  2. Reflexion des Verhaltens (z. B. Wochenziele im Brückenbuch)
  3. Einsatz von Verstärkerplänen oder differenzierten Wochen-/Tagesplänen
  4. Anpassung der Anforderungen, um individuelle Lernwege zu ermöglichen
  5. Einbeziehung der Schulsozialarbeit (Kindersprechstunde)
  6. Zusätzliche Förderung durch unser pädagogisches Team
  7. Empfehlung externer Unterstützungsangebote oder Eingliederungshilfe (§ 35a SGB VIII)
  8. Teilnahme an speziellen Förderkursen (z. B. Mobilekurse)
  9. Erzieherische Gespräche und Teamberatungen

Konsequenzen bei Regelverstößen

Für ein sicheres und wertschätzendes Schulklima dulden wir keine verbalen oder körperlichen Übergriffe. Wiederholte Regelverstöße ziehen erzieherische Maßnahmen nach sich, die gemäß § 62 Schulgesetz angewendet werden. Dabei folgen wir den Prinzipien der Neuen Autorität:

  1. Wir reagieren nicht mit Strafe, sondern mit Haltung.
  2. Wir setzen auf Wiedergutmachung und Selbstreflexion.
  3. Wir agieren als Gemeinschaft und beziehen alle relevanten Akteur*innen mit ein.

Maßnahmen bei Regelverstößen:

  1. Ermahnung und Hinweise auf nicht eingehaltene Regeln
  2. Gespräch mit den Eltern
  3. Zusatzaufgaben oder Wiedergutmachung
  4. Eintrag ins Klassenbuch, mündlicher Tadel
  5. Vorübergehender Unterricht in einer anderen Klasse
  6. Einziehung störender Gegenstände
  7. Letzte Verwarnung mit Androhung einer Ordnungsmaßnahme

In schwerwiegenden Fällen oder bei wiederholtem Fehlverhalten leiten wir Erziehungs- oder Ordnungsmaßnahmen ein.

Zusammenarbeit mit Eltern und pädagogischem Team

Eine offene Kommunikation und enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist essenziell, um die Schüler*innen bestmöglich zu begleiten. Präsenz, Klarheit und eine gemeinsame Haltung sind zentrale Elemente der Neuen Autorität und helfen dabei, Konflikte auf eine konstruktive Weise zu lösen.

Unser Ziel ist es, eine stabile und unterstützende Umgebung zu schaffen, die es den Schüler*innen ermöglicht, ihr Verhalten zu reflektieren und nachhaltig positiv zu verändern. Dabei verstehen wir Schule als einen Ort der Gemeinschaft, des Lernens und der gegenseitigen Unterstützung.

Mit diesem klaren Rahmen aus Präsenz, Beziehung und Konsequenz fördern wir eine Schulkultur, in der sich alle sicher, respektiert und wertgeschätzt fühlen.

Vorfallprotokolle als Teil des Konfliktlösungsprozesses

Im Rahmen unserer Demokratieerziehung und Konfliktlösung setzen wir auf die Reflexion von Verhalten und das aktive Einbeziehen der Schüler*innen in den Lösungsprozess. Ein wichtiger Bestandteil dieses Vorgehens ist das Schreiben von Vorfallprotokollen.

Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und den Schüler:innen. Die Schüler:innen werden dazu angehalten, den Vorfall schriftlich zu reflektieren und zu dokumentieren. Dieser Schritt dient mehreren Zielen:


  • Eltern werden über den Vorfall informiert, damit sie mit uns als Team zusammenarbeiten können.
  • Die Schüler:innen setzen sich reflektierend mit ihrem Verhalten auseinander, was ihnen hilft, Verantwortung zu übernehmen und sich ihrer Handlungen bewusst zu werden.
  • Die Schüler:innen lernen, dass Selbstjustiz, Gegengewalt oder Provokationen keine akzeptablen Lösungsmöglichkeiten sind. Vielmehr sollen sie erkennen, dass ein respektvoller und gewaltfreier Umgang mit Konflikten der einzige gangbare Weg ist.

In den meisten Fällen werden die Schüler:innen von den Pädagog:innen begleitet, indem sie den Vorfall gemeinsam besprechen. Dabei helfen wir den Kindern, andere Perspektiven einzunehmen und Handlungsalternativen zu entwickeln, um ähnliche Konflikte in Zukunft zu vermeiden.

Besonders effektiv ist dieses Vorgehen, wenn auch die Erziehungsberechtigten mit ihren Kindern den Vorfall reflektieren. Dies stärkt die Zusammenarbeit und sorgt dafür, dass alle Beteiligten das Verhalten und die Konsequenzen besser verstehen.

Die Schulsozialarbeit steht den Schüler:innen ebenfalls zur Seite, um sie bei der Reflexion und Bewältigung von Konflikten zu unterstützen. Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten wird das Ziel verfolgt, dass sich die Schüler*innen sozial kompetent und respektvoll verhalten und lernen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.

Sollten Erziehungsmaßnahmen nicht zu einer Verhaltensveränderung geführt haben, werden Ordnungsmaßnahmen eingeleitet, um die geordnete Unterrichts- und Erziehungsarbeit an unserer Schule sicherzustellen sowie den Schutz von Personen und Sachen zu gewährleisten.

Ordnungsmaßnahmen können ergriffen werden, wenn:

  1. dies zur Sicherung und Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Bildungs- und Erziehungsarbeit dient,
  2. Schüler:innen gegen die bestehenden Rechtsnormen oder die Schulordnung verstoßen,
  3. Schüler:innen Anordnungen der Schulleitung oder einzelner Lehrkräfte, die zur Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags notwendig sind, nicht befolgen,
  4. der Schutz von Personen und Sachen innerhalb der Schule erforderlich ist,
  5. die Würde der Schüler:innen durch die Ordnungsmaßnahme nicht verletzt wird.

Eine Zusammenfassung unseres schulinternen Verfahrensablaufs zur Umsetzung unseres Schulkodexes finden Sie in dieser Übersicht.

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Kontakt
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Fax: 030 / 49 85 4557

E-Mail: sekretariat@03g48.schule.berlin.de
Sprechzeiten in der Schulzeit täglich von 7:00 bis 14:00 Uhr

Schulleitung
Schulleiterin: Sandra Scheffel

stellv. Schulleiterin: Johanna Huesmann

Ergänzende Förderung und Betreuung (eFöB)

Koordinierende Fachkraft: Marcel Tuttlies
efoeb@03g48.schule.berlin.de