Maria-Leo-Grundschule: Lernen in Lernhäusern
Wir sind eine Lernhausschule und gestalten unsere Lernumgebung modern und zukunftsorientiert. Unser Konzept unterscheidet sich bewusst von dem einer traditionellen Flurschule. Während die Flurschule der Industriegesellschaft des 19. Jahrhunderts diente, stellt die heutige Informationsgesellschaft ganz andere Anforderungen an Bildung. In der modernen Welt verlagert sich der wirtschaftliche Fokus zunehmend von der mechanischen Massenproduktion auf die Symbolwirtschaft und das Dienstleistungsgewerbe.
Daher ist es für Schulen heute entscheidend, neben der Vermittlung von Sachwissen auch zentrale Schlüsselkompetenzen des Informationszeitalters zu fördern. Dazu gehören:
✅ Teamfähigkeit
✅ Kreativität
✅ Selbstständigkeit
✅ Eigenverantwortung
✅ Flexibilität und Offenheit für Neues
✅ Digitale Kompetenz
Um diese Kompetenzen bestmöglich zu fördern, braucht es offene und flexible Lernwelten. Unsere Schule schafft Räume für:
✅ Unterricht in Kleingruppen, Großgruppen und im Einzelsetting
✅ Entdeckendes und projektbasiertes Lernen
✅ Präsentationen und Vorführungen aller Art
Über mehrere Monate hinweg haben wir ein durchdachtes Raumkonzept entwickelt, das folgende Aspekte in den Mittelpunkt stellt:
✅ Sicherheit und Geborgenheit
✅ Wohlbefinden
✅ Unterstützung der Lernziele
✅ Sozialen Kontakt und Zusammenhalt
✅ Flexibilität
✅ Inklusive Pädagogik
Unser Schulhaus
Unser Schulgebäude ist modern und barrierefrei und erstreckt sich über ein Erdgeschoss und drei weitere Etagen. Die Ebenen sind über Treppen und einen Fahrstuhl verbunden. Jede Etage verfügt über behindertengerechte Toiletten und bietet eine angenehme Lernumgebung für alle Schüler:innen.

Dabei unterscheiden wir innerhalb eines Lernhauses zwischen dem Mikro- und Makro-Bereich.
- In den drei Mikro-Lernhäusern lernen insgesamt neun Mikro-Klassen der Jahrgangsmischung 1 bis 3.
- In den drei Makro-Lernhäusern lernen die Schüler:innen der Klassenstufen 4 bis 6.
Jedes Lernhaus verfügt über:
✔ Drei Stammgruppenräume
✔ Einen kleinen und einen großen Teilungsraum
✔ Eigene Sanitäranlagen
Das Herzstück eines jeden Lernhauses ist das Forum. Hier befindet sich ein integriertes Leseaquarium, das von allen Lerngruppen des jeweiligen Lernhauses genutzt wird.

Die Mensa bietet Platz für 100 Kinder und befindet sich im Erdgeschoss, das wir „Opernplatz“ nennen. Dieser Bereich dient nicht nur als Ort für gemeinsame Mahlzeiten, sondern auch als Treffpunkt für die Schulgemeinschaft.
Am Opernplatz befinden sich außerdem:
✔ Eine Galerie, die für die Früh- und Spätbetreuung sowie für klassenübergreifende pädagogische Angebote genutzt wird.
Zusätzlich gibt es dort:
✔ Eine Lernwerkstatt für Kochen
✔ Den Fachraum Musik
✔ Einen Motorikraum
✔ Eine von uns gestaltete Holzwerkstatt
✔ Einen Therapieraum
✔ Die Räumlichkeiten für das Küchen- und Reinigungspersonal

Das Lernhauskonzept teilt den Lern-, Lebens- und Arbeitsort für Lernende und Lernbegleiter:innen in kleine, überschaubare Einheiten und schafft so mehrere „kleine Schulen“ innerhalb unserer großen Schule.
Dieses pädagogische und räumliche Konzept reduziert die Anonymität innerhalb der Schulgemeinschaft und stärkt sowohl das Verantwortungsgefühl als auch die Beziehungen innerhalb eines Lernhauses.
Die Pädagog:innen können unsere Schüler:innen dadurch besser und kontinuierlicher unterstützen.
Um eine noch stärkere Identifikation mit dem eigenen Lernhaus zu ermöglichen, haben unsere Lernhäuser individuelle Namen und übernehmen spezielle Funktionen.
Erstes Obergeschoss – „Bauhaus“
Im ersten Obergeschoss, das wir „Bauhaus“ nennen, befindet sich die gesamte Verwaltung, die unsere Schule organisiert und gestaltet. Außerdem gibt es hier einen speziell für das OK! eingerichteten Bauraum. Im Bauhaus lernen – wie auch in den anderen Lernhäusern – jeweils drei Mikro- und Makro-Lerngruppen.
Zweites Obergeschoss – „Museumsinsel“
Das zweite Obergeschoss, unsere „Museumsinsel“, bietet neben den Lernräumen eine Lernwerkstatt für Naturwissenschaften sowie eine Schulbibliothek. Nachmittags kann man sich auf der Museumsinsel im Dschungelraum spielerisch mit den Bewohner:innen des Dschungels beschäftigen.
Drittes Obergeschoss – „Kunstvilla“
Die „Kunstvilla“ befindet sich im dritten Obergeschoss. Ihren Namen verdankt sie den kreativen Räumen, die dort untergebracht sind:
✔ eine Kreativwerkstatt,
✔ der Fachraum Kunst und
✔ ein weiterer Fachraum Musik.
Nachmittags kann man in der Kunstvilla im Theaterraum die Welt des Theaters spielerisch erkunden.
Bei der Einrichtung der Räume haben wir großen Wert darauf gelegt, sowohl den Lern- als auch den Bewegungsbedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Die Stammgruppenräume sind nach unserem Verständnis nicht nur Aufenthaltsräume für den Unterricht, sondern von Pädagog:innen und Kindern gemeinsam gestaltete „vorbereitete Lernumgebungen“. Diese können in ihrer Ausstattung flexibel angepasst werden, bleiben dabei jedoch übersichtlich und strukturiert. Die funktionale Einteilung in verschiedene Lernbereiche bietet den Kindern Orientierung – sowohl inhaltlich als auch in Bezug auf Sozialformen – und ermöglicht es, dass einzelne Kinder oder Lerngruppen gleichzeitig an unterschiedlichen Lernprojekten arbeiten. Unsere Lernräume unterstützen zudem die Werteerziehung, die heute eine immer zentralere Rolle in der pädagogischen Arbeit spielt.
Verzahnung von Vormittags- und Nachmittagsgestaltung
Die Inhalte der Vormittags- und Nachmittagsgestaltung sind eng miteinander verzahnt und gehen nahtlos ineinander über. Die gestalteten Räume schaffen den passenden Rahmen für diese Verbindung. Lehrer:innen und Erzieher:innen arbeiten eng zusammen, um die Räumlichkeiten flexibel an die Bedürfnisse der Gruppen und die Anforderungen des Schulalltags anzupassen – sei es für Teilungsunterricht oder Einzelförderung. So erhalten die Schüler:innen die Möglichkeit, projektbezogen zu experimentieren, zu üben, konzentriert zu lesen, zu werkeln, sich zu entspannen, zu spielen oder Geschichten zu hören.
Schülerzahlen & Inklusion
Im Schuljahr 2024/2025 besuchen 385 Schüler:innen unsere Schule, davon 225 Kinder in den Mikroklassen. Zudem wird an unserer Schule eine Willkommensklasse teilintegrativ in den regulären Klassen unterrichtet. Etwa 10 Prozent der Schüler:innen haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf, und 20 Prozent der Kinder sind nicht-deutscher Herkunft (ndH). Die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung ist ein zentraler Schwerpunkt in der Schulentwicklung unserer Schule.