Leistungsbewertung an unserer Schule
Die Arbeit des Kindes bildet das tragende Element der Leistungsbewertung. Grundlage dafür ist die kontinuierliche Beobachtung durch die Lehrkräfte, die strukturiert dokumentiert wird. Hierzu nutzen wir Kompetenzpläne, die speziell für die Montessori-Pädagogik entwickelt wurden. Diese dienen als Basis für Elterngespräche und die verbale Beurteilung.
Feedback und Selbstreflexion statt Notendruck
Leistung wird nicht nur in Prüfungen gemessen, sondern auf vielfältige Weise sichtbar gemacht:
✅ Selbsteinschätzungen
✅ Lernentwicklungsgespräche (LEG)
✅ Lerncoachings
Die Persönlichkeitsentwicklung wird ganzheitlich betrachtet, indem kognitive, emotionale, soziale und ästhetische Fähigkeiten gefördert werden. Ein positives Lernklima unterstützt alle Schüler:innen dabei, ihr Potenzial auszuschöpfen. Unser gemeinsames Leistungsverständnis zielt darauf ab, jede und jeden zu maximalem Erfolg zu befähigen.
Leistung als ganzheitliches Konzept
Leistung umfasst mehr als überprüfbares Wissen. Aktivität, Eigenverantwortung und Selbstständigkeit stehen im Mittelpunkt. Schüler:innen sind Gestaltende ihres eigenen Lernprozesses und entwickeln dabei wichtige Handlungskompetenzen. Bereits in den Mikroklassen werden Grundlagen gelegt, um eigenständiges Lernen zu fördern.
Individuelle Leistungsbeurteilung
Unser Konzept berücksichtigt den Spagat zwischen individueller Lernentwicklung und den Anforderungen des Schulsystems:
✅ Bewertung ohne Noten bis Klasse 4
✅ Berücksichtigung der Heterogenität der Lernenden durch Niveaustufen
✅ Alternative Leistungsnachweise, wie Portfolios oder Podcasts, ermöglichen unterschiedliche Wege des Lernens
Transparenz in der Bewertung und Rückmeldung
Durch Kompetenzraster und regelmäßige LEG wird die Leistungsbewertung transparent. Rückmeldungen stärken die Lernbereitschaft und unterstützen die individuelle Entwicklung. Lernen wird sichtbar gemacht z.B. durch Präsentationen oder Instrumentalvorspiele für die Schulgemeinschaft.
Lerncoaching und Selbstwirksamkeit
Im Lerncoaching reflektieren Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lerncoaches ihre Fortschritte. Das Brückenbuch dient dabei als Werkzeug für Selbsteinschätzungen und individuelle Lernziele. Wettbewerbe wie das Brückenbuch-Cover fördern die Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung.
Formen alternativer Leistungsnachweise
Unsere Schüler:innen können ihre Lernfortschritte auf unterschiedliche Weise dokumentieren:
✅ Portfolio-Arbeiten: Aufsätze, Zeichnungen, Projekte, Lernjournale
✅ Präsentationen: Vorstellung von Projekten oder Unterrichtsinhalten
✅ Praktische Arbeiten: Experimente, Podcasts oder andere handlungsorientierte Tätigkeiten
✅ Beobachtungen und Gespräche: Lehrkräfte beobachten die Lernentwicklung oder führen Reflexionsgespräche
✅ Selbst- und Peer-Feedback: Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Arbeit und geben sich gegenseitig Rückmeldungen
Mit diesen vielfältigen Methoden schaffen wir eine wertschätzende Lernkultur, in der Leistung nicht nur gemessen, sondern ganzheitlich gefördert wird.
Pflanzsymbolik als Motivationsansatz
Unser Rückmeldesystem nutzt Pflanzensymbole, um den Entwicklungsprozess zu veranschaulichen: „Ich muss mich anstrengen, damit meine Pflanze wachsen kann.“ Dieses Bild hebt die Bedeutung von Anstrengung für das persönliche Wachstum hervor.

Rückmeldeformen

Die Leistungsbeurteilung reicht von der Beschreibung der Lernentwicklung (ohne Noten in den Jahrgängen 1 bis 4) bis zur Benotung mit Zensuren ab Jahrgang 5. Ein zentrales Element in allen Jahrgängen und Fächern ist die Rückmeldung zur Lern- und Leistungsentwicklung eines Kindes an die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten – sowohl schriftlich als auch mündlich. Diese beinhaltet auch Informationen zu Fördermaßnahmen, um die individuelle Entwicklung bestmöglich zu unterstützen.
Mikroklassen und erstes Lernjahr in Makroklassen
Eine schriftliche Beurteilung erfolgt am Ende des Schuljahres in Form einer verbalen Einschätzung: Sie enthält detaillierte Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten sowie individuelle Rückmeldungen zu den Lernbereichen und Fächern des Kindes. Leistungsnoten sind kein Bestandteil des Zeugnisses. Zusätzlich finden ab Klasse 3 zum Halbjahr Lernentwicklungsgespräche statt: Ein strukturierter Gesprächsablauf ermöglicht es allen Beteiligten, die Entwicklung des Kindes umfassend zu reflektieren. Dabei werden Stärken, Herausforderungen und individuelle Fördermaßnahmen gemeinsam besprochen.

Zur Förderung der Selbstreflexion und Eigenverantwortung schätzen die Schüler:innen zu jedem Zeugnis ihre eigenen Lernfortschritte ein. Diese Selbsteinschätzung dient als wichtige Grundlage für die persönliche Weiterentwicklung und stärkt die Personalkompetenz.
Makroklassen
Innerhalb der Makroklassen kommen verschiedene Dokumentationsformen zum Einsatz:
Die Schüler*innen der Jahrgangsstufe 4 erhalten zum Ende des Schuljahres ein verbales Zeugnis zur Lern- und Kompetenzentwicklung, ähnlich wie in den Jahrgängen 1 bis 3.
Zum Ende des ersten Halbjahres finden für diese Jahrgangsstufe verbindliche Elterngespräche statt, an denen auch die Schüler*innen teilnehmen. Diese Gespräche werden schriftlich dokumentiert.
Die Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5 und 6 erhalten zum Halbjahr und zum Ende des Schuljahres Notenzeugnisse, da dies gemäß des Schulgesetzes vorgeschrieben ist.
Beurteilung der Lernentwicklung
Für die Beurteilung der Lernentwicklung setzen wir verschiedene Instrumente ein, die den schulrechtlichen Vorgaben entsprechen und eine ganzheitliche Sichtweise auf die Entwicklung der Schüler*innen ermöglichen.n.

Ausführliche Informationen zu unserem schulinternen Bewertungskonzept finden Sie hier.