Datenbasierte Schulentwicklung

Lernen unsere Schülerinnen und Schüler eigentlich etwas?

Diese Frage begegnet uns immer wieder – insbesondere seit die Maria-Leo-Grundschule mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde und bundesweit Aufmerksamkeit erfährt. Die Antwort darauf möchten wir nicht mit Einzelbeispielen oder persönlichen Einschätzungen geben.

Wir beantworten sie mit Daten. Denn gute Schule erkennt man nicht daran, dass sie behauptet, erfolgreich zu sein. Gute Schule überprüft regelmäßig, ob ihre pädagogische Arbeit tatsächlich wirkt – und entwickelt sich auf Grundlage dieser Erkenntnisse kontinuierlich weiter.
Deshalb evaluieren wir unsere Arbeit seit Bestehen unserer Schule systematisch. Wir nutzen sowohl landesweite Vergleichsdaten als auch eigene schulische Evaluationen und beziehen die Ergebnisse konsequent in unsere Schulentwicklung ein.


Datenbasierte Schulentwicklung

An der Maria-Leo-Grundschule treffen wir pädagogische Entscheidungen nicht nach Bauchgefühl. Wir analysieren regelmäßig die Lernentwicklung unserer Schüler:innen und fragen uns immer wieder:

  • Welche Maßnahmen wirken?
  • Welche Kinder profitieren besonders?
  • Wo müssen wir nachsteuern?
  • Welche Entwicklungen lassen sich langfristig nachweisen?

Dabei greifen wir unter anderem auf folgende Instrumente zurück:

  • die landesweiten Vergleichsarbeiten VERA 3,
  • unsere jährlichen STOLLE-Lesetests in allen Klassenstufen,
  • weitere schulinterne Evaluationen und Lernstandserhebungen.

Was zeigen die VERA-Ergebnisse?

Die folgenden Grafiken stammen aus dem Berliner Indikatorenmodell der Senatsverwaltung für Bildung. Dieses Modell dient ausdrücklich nicht der Erstellung von Schulrankings, sondern unterstützt Schulen dabei, Entwicklungen zu analysieren und Schulen mit vergleichbaren Rahmenbedingungen fair miteinander zu vergleichen.
Die Balken zeigen deshalb nicht alle Berliner Grundschulen, sondern ausschließlich Schulen derselben Schultypisierungsstufe. )Nicht selten hören wir, dass wir dies nur erreicht hätten, weil wir ein anderen Klientel beschulen.) Schulen werden also mit Schulen verglichen, die hinsichtlich ihrer Rahmenbedingungen und der Zusammensetzung ihrer Schülerschaft ähnliche Voraussetzungen haben. Erst dadurch wird ein fairer Vergleich möglich.


So lesen Sie die Grafik

Die Darstellung wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich. Deshalb lohnt ein genauer Blick.

  • Der farbige Balken zeigt die gesamte Spannweite aller Berliner Grundschulen derselben Schultypisierung – vom höchsten bis zum niedrigsten Wert der Vergleichsgruppe.
  • Der weiße Strich markiert den Median. Mithilfe des Medians wird die Lage des individuellen Schulwertes genauer interpretiert. So kann es sein, dass der Wert einer Schule im unteren Bereich des Balkens und gleichzeitig in der oberen Hälfte des Medians liegt. Diese Ansicht entsteht, wenn der Vergleichswert am rechten Ende des Balkens ein ungewöhnlich hoch ausgeprägter Wert (ein sogenannter „Ausreißer“) ist. Der Schulwert kann bei diesem Indikator also tatsächlich als im oberen Mittelfeld liegend interpretiert werden als im unteren Bereich.
  • Der schwarze Strich zeigt den Wert der Maria-Leo-Grundschule.

Bei den hier dargestellten Indikatoren handelt es sich um den Anteil der Kinder, die den Mindeststandard noch nicht erreichen (Kompetenzstufe I). Das bedeutet:
Je weiter rechts der schwarze Strich liegt, desto geringer ist der Anteil dieser Schüler:innen – und desto günstiger fällt das Ergebnis im Vergleich zu Schulen mit ähnlichen Voraussetzungen aus.

Unsere Ergebnisse liegen in beiden Bereichen – Deutsch Lesen und Mathematik –im Jahr 2024/2025 im oberen Bereich der Vergleichsgruppe.


Und was bedeutet das für unsere Schule?

Natürlich gibt es auch an unserer Schule Kinder, die den Mindeststandard zunächst noch nicht erreichen. Das überrascht nicht. Unsere Schüler:innen kommen mit sehr unterschiedlichen sprachlichen, sozialen und fachlichen Voraussetzungen zu uns. Als inklusive Schule verstehen wir genau diese Vielfalt als unseren Auftrag. Für uns ist deshalb nicht allein entscheidend, wo Kinder stehen, sondern vor allem, wie sie sich entwickelt haben.


Entwicklung der Lernleistungen (VERA 3 – Lesen & Mathematik)

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Leistungen unserer Schüler:innen und Schüler in den Vergleichsarbeiten VERA 3 über die letzten vier Jahre. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der einzelne Messzeitpunkt, sondern die Frage nach der Entwicklung über die Zeit.


📈 Deutlich erkennbare Entwicklungslinien

Über die Jahre hinweg zeigen sich für unsere Schule folgende zentrale Entwicklungen:

  • In beiden Kompetenzbereichen (Lesen und Mathematik) zeigen sich deutliche Veränderungen in der Verteilung der Leistungsgruppen über die Zeit
  • Der Anteil der Schüler:innen im Bereich unter Mindeststandard entwickelt sich im Verlauf der Jahre rückläufig bzw. stabilisierend auf niedrigem Niveau
  • Gleichzeitig verschieben sich Leistungsanteile zunehmend in Richtung der mittleren und oberen Kompetenzbereich

Deshalb betrachten wir die Entwicklung über mehrere Jahre

Neben den landesweiten Vergleichsarbeiten führen wir seit 2022 jährlich mit allen Kindern der Klassen 1 bis 6 den standardisierten STOLLE-Lesetest durch. Dadurch können wir dieselben Lerngruppen über mehrere Jahre hinweg begleiten und ihre individuelle Entwicklung beobachten. Dies Ergebnisse stellen wir unserer Schulgemeinschaft immer vor, so z.B. über Schulbriefe.
Unsere bisherigen Auswertungen zeigen unter anderem:

  • Der Anteil der Schüler:innen mit sehr schwachen Leseleistungen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken.
  • Es gelang, eine Vergleichsgruppe so zu fördern, dass Kinder, die 2022 noch zu den schwachen Leser:innen gehörten, zwei Jahre später keine sehr schwachen Leseleistungen mehr aufwiesen.

Leseentwicklung des Einschulungsjahrgangs 2020

📊 Was zeigt diese Entwicklungsgrafik?

Die Darstellung zeigt die Entwicklung eines Einschulungsjahrgangs über mehrere Schuljahre hinweg. Im Mittelpunkt steht nicht ein einzelner Testzeitpunkt, sondern die Frage, wie sich die Leistungsgruppen über die gesamte Grundschulzeit verändern.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Lernen an unserer Schule als Entwicklungsprozess über Zeit stattfindet:

  • Schüler:innen entwickeln sich sichtbar aus unteren Leistungsbereichen heraus
  • mittlere Leistungsbereiche werden im Verlauf der Schulzeit gestärkt
  • ein stabiler Anteil erreicht obere und sehr gute Leistungen

Gleichzeitig wird sichtbar, dass sich sehr schwache Leistungsanteile über die Jahre hinweg reduzieren bzw. stabil niedrig bleiben.👉 Damit zeigt die Grafik nicht eine Momentaufnahme, sondern Lernentwicklung im Zeitverlauf.
Gerade diese Langzeitperspektive ist für uns besonders wertvoll. Denn sie zeigt nicht nur den Leistungsstand eines Jahrgangs an einem einzelnen Testtag, sondern macht sichtbar, wie sich Kinder während ihrer Grundschulzeit entwickeln.


Leseentwicklung des Einschulungsjahrgangs 2021


Unser Anspruch

Wir freuen uns über gute Ergebnisse. Noch wichtiger ist uns jedoch, dass diese Ergebnisse Ausdruck einer nachhaltigen Lernentwicklung sind.
Deshalb verstehen wir datenbasierte Schulentwicklung nicht als Kontrolle, sondern als Chance: Sie hilft uns, die Wirkung unseres Unterrichts zu überprüfen, erfolgreiche Maßnahmen weiter auszubauen und dort nachzusteuern, wo Kinder zusätzliche Unterstützung benötigen.
Unser Ziel ist nicht, möglichst gute Zahlen zu erzielen. Unser Ziel ist, dass jedes Kind seine persönlichen Lernchancen bestmöglich nutzt – und wir überprüfen regelmäßig, ob uns das gelingt.


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Kontakt
Maria-Leo-Grundschule 

Grundschule in Berlin Pankow

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Tel.: 030 / 437 705 73

Fax: 030 / 49 85 4557

E-Mail: sekretariat@03g48.schule.berlin.de

Sprechzeiten in der Schulzeit täglich von 7:00 bis 14:00 Uhr

Schulleitung
Schulleiterin: Sandra Scheffel

stellv. Schulleiterin: Johanna Huesmann

Ergänzende Förderung und Betreuung (eFöB)

Koordinierende Fachkraft: Marcel Tuttlies

efoeb@03g48.schule.berlin.de

Gesamtelternvertretung:
gev@maria-leo-gundschule.de